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Kontinuierliche Weiterbildung zahlt sich aus

Ist es nur ein Klischee, dass Messtechniker und Qualitätsmanager alles immer ganz genau nehmen oder steckt darin vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit? Wir glauben, da ist etwas Wahres dran. Und Sie haben auch allen Grund, genau zu arbeiten.

Man sagt, dass bis zu 70% der Einflüsse auf das Messergebnis, auf den Menschen zurückgehen. Dieser hohe Prozentsatz setzt sich zusammen aus dem Einfluss der Messstrategie und dem Einfluss des Anwenders durch z.B. die richtige Pflege des Messgeräts. 

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Ihr Einfluss auf das Messergebnis

Die Antastmethode, die Wahl der Taster, die Sauberkeit des Messgeräts oder das Aufspannen des Werkstücks - dies sind nur einige Beispiele, wie Sie persönlich Einfluss auf das Messergebnis nehmen. Wissen Sie, wie Sie mit diesen Themen umgehen sollten? Wir zeigen Ihnen wie: 

  • Antastmethode

    Wahl der Antastmethode und Messpunktzahl

    Zunächst muss entschieden werden, ob die Antastmethode scannend oder mit Einzelpunktantastungen erfolgen soll. 

    Scanning ist u.a. zu bevorzugen bei:  

    • Formtolerierungen
    • engen Toleranzen
    • voraussichtlich hohen Formabweichungen

    Die Erfassung einzelner Punkte wird insbesondere bei Maß- und Lageabweichungen empfohlen, die keine engen Toleranzen haben (v.a. große Werkstücke). Generell gilt dabei: Werden mehr Antastpunkte erfasst, so ist das Messergebnis aussagekräftiger. 

    Die messtechnisch sinnvolle Anzahl der Antastpunkte finden Sie beispielsweise in den Messstrategien der ZEISS Cookbooks. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

  • Tastersysteme

    Wahl des Tastersystems

    Bei taktilen Messgeräten ist die Auswahl des richtigen Tastersystems mitentscheidend. Allein bei der Wahl des richtigen Tastelements gibt es mehrere Möglichkeiten:

    • Kugeltaster haben das größte Einsatzgebiet, da sie in jeder Richtung das gleiche Antastverhalten haben. Beachten Sie die Größe der Tastkugel: Je größer sie ist, desto größer ist auch der mechanische Filter. Das heißt, das Profil Ihres Werkstücks wird geglättet. Dies wiederum ist bei der Formmessung häufig erwünscht. 
    • Scheibentaster können Sie vor allem für das Messen schwer zugänglicher Stellen nutzen. Dabei tritt meist jedoch eine starke Filterung der Oberflächenrauheit auf. 
    • Zylindertaster messen zweidimensional und sind besonders für flache Werkstücke, wie bspw. dünne Bleche, geeignet. 
    • Sterntaster ermöglichen Ihnen, Ihr Werkstück von jeder beliebigen Richtung anzutasten und werden somit häufig für das Messen von Seitenflächen genutzt. 

    Weitere Informationen zur Wahl des richtigen Tastersystems erhalten Sie im April.

  • Sauberkeit

    Sauberkeit des Messgeräts

    Vielleicht ist es für den ein oder anderen eine lästige Aufgabe. Doch das Sauberhalten des Messgeräts und des Messzubehörs ist sehr wichtig. Nicht nur grober Schmutz, sondern auch feiner Staub und Ölrückstände können zu falschen Messergebnissen führen. Daher ist eine Reinigung unerlässlich.

    Dabei ist zu beachten:

    • Keine Tücher benutzen, die Fusseln hinterlassen
    • Metall- und Glasteile nur mit Handschuhen anfassen
    • Reinigungsmittel darf Oberfläche nicht angreifen

    Mehr über die richtige Pflege Ihres Messgeräts erfahren Sie hier.

  • Aufspannen und Ausrichten

    Aufspannen und Ausrichten des Werkstücks

    Besonders bei der taktilen Messung kommt dem Aufspannen des Werkstücks eine große Bedeutung zu. Zunächst ist darauf zu achten, dass alle zu messenden Elemente mit Tastern erreichbar sind. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ihr Werkstück weder verspannt noch locker sitzt. Dadurch kann ihr Werkstück auch bei Temperaturschwankungen "arbeiten", also reagieren ohne zu verspannen.

    Beachten Sie dabei:

    • Dient das Messen der Funktionsbeurteilung, sollte das Werkstück im Einbauzustand gemessen werden. Es sollte keine Kraft auf das Werkstück wirken. Es gilt: "Gespannt wie eingebaut". 
    • Dient das Messen jedoch der Fertigungsbeurteilung, sollte das Werkstück in der Originalaufspannung der Fertigung gemessen werden. Hier gilt: "Gespannt wie gefertigt".

Ihr Weg zum Messtechnik-Experten

Wissen Sie stets welche Antastmethode oder welches Tastersystem für Ihre Werkstücke ideal ist? Sind Sie ein Experte in Sachen Präzision? 

Herbert Bux, langjähriger Mitarbeiter in der ZEISS Academy, verrät Ihnen, was einen Messexperten aus seiner Sicht ausmacht und warum sich kontinuierliche Weiterbildung in der Messtechnik auszahlt.

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