Komplettlösung für beste Qualität

Das Anwendungsspektrum für Kapseln ist enorm. Entsprechend groß sind die zu produzierenden Mengen. Die Greiner Packaging ist seit 50 Jahren erfolgreich im Geschäft und hat jetzt mit der Digitalisierung ihrer Qualitätsprüfung für Kapseln die Herausforderung „Riesenmengen versus höchste Qualitätsanforderungen“ elegant unter einen Hut gebracht. Zentrales Element der hochinnovativen Ende-zu-Ende-Lösung des österreichischen Unternehmens ist der Computertomograph ZEISS VoluMax 800.

Herausforderung: Zunahme der Prüfparameter

Wenn Waren fehlerhaft verpackt sind, ist der Imageverlust für die Hersteller der Artikel enorm. Deshalb nehmen die Qualitätsvorschriften für Verpackungen mittlerweile den Umfang von Gebetbüchern an. Und das, obwohl diese pro Stück nur ein paar Cent oder weniger kosten. In der Vergangenheit prüfte auch die in Kremsmünster sitzende Greiner Packaging mit Lehren und anderen Behelfen mechanisch, ob die produzierten Kapseln den Vorgaben der Kunden entsprachen. Ein zeitaufwändiger und konzentrationsintensiver Vorgang. Denn allein durch eine falsche Berührung können bereits Druckstellen entstehen, die das Messergebnis verfälschen. Als die Kunden weitere zu prüfende Parameter definierten, suchte Helmut Reckziegel, Chef der Business Unit Capsules, nach einer effizienten Lösung für die Qualitätsprüfung der Kapseln.

Lösung: Computertomograph ersetzt manuelle Prüfung

Um den VoluMax 800 für die Qualitätssicherung der von Greiner produzierten Kapseln einsetzen zu können, arbeitete das Unternehmen ein Jahr lang sehr eng mit ZEISS zusammen. In dieser Zeit wurden u. a. schwierige Algorithmen programmiert und virtuelle Lehren „gebastelt“. Um eine ganze Stichprobencharge in einem Gang prüfen zu können, musste auch die Bestückungslogistik für die Röntgenkammer in Form von Kapselhaltern und -ständern entwickelt werden. Seit Juli 2016 prüft Greiner mehrmals pro Schicht nach vom Kunden definierten Richtlinien jeweils fünfzig Kapseln aus jeder Produktionslinie: Türe zu, Startknopf drücken, fertig! „Ich bin total begeistert“, so die Qualitätsprüferin Muhcu Zeynep. „Alles geht jetzt viel leichter, schneller und vor allem mit viel mehr Präzision.“

The holders and stands are made of a special plastic which does not affect the scanning process. These were developed together with ZEISS.
"Packaging is no longer a singular product, it has become a high-tech functional unit," explains Helmut Reckziegel (right), Head of the Capsules business unit, sitting next to Karoline Schmalwieser (left), Head of Communications.

Nutzen: Rückrufwahrscheinlichkeit geht gegen Null

Konnten früher manuell acht Parameter in 45 Minuten geprüft werden, sind es mit dem Tomopgraphen heute 16 in einer halben Stunde. Auf den ersten Blick stellt die Lösung damit knapp eine Verdreifachung der Produktivität der Mitarbeiter in der Qualitätsprüfung dar. Das ist für den Qualitätsingenieur Robert Pfundbauer wünschenswert, höchst imposant und bringt auch Kostenreduktionen, aber es ist für ihn nicht der wesentliche Punkt. Für ihn geht es in erster Linie um die Sicherheit und daher lautet die Frage: „Wie hoch ist nunmehr die Wahrscheinlichkeit in Form eines durch die Verpackung induzierten Rückrufs, also eines Supergaus, für die Kunden von Greiner?“ Weil mittlerweile doppelt so viele Parameter wie früher getestet werden und diese auch noch um ein Vielfaches genauer, geht diese für Pfundbauer heute gegen Null. Sein Fazit: „Dieser Apparat ist der Traum eines jeden Qualitäters.“

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