Bifocal Lenses

Bifokalgläser

Hier erfahren Sie mehr über die unterschiedliche Fertigung von mineralischen und organischen Bifokalbrillengläsern.

1. Mineralisch

Das mineralische Bifokalglas

Das mineralische Bifokalglas

Zur Herstellung von mineralischen Bifokalgläsern benötigt man einen Brillenglas-Pressling und eine Zusatzlinse.


Die kreisrunde Zusatzlinse (auch als Button bezeichnet) besteht aus zwei Segmenten unterschiedlicher Brechzahl. Das Ergänzungsteil hat dieselbe Brechzahl wie das Grundglas, d.h. wie das Fernteil. Das spätere Nahteil besteht aus höherbrechendem Material.


An den Flächen der später sichtbaren Trennkante werden beide Segmente feingeschliffen und anschließend in einem Ofen durch Schmelzen fest miteinander verbunden. Die Rückfläche der Zusatzlinse wird geschliffen und poliert. Die Funktion des Ergänzungsteils besteht darin, die Nahteil-Trennkante bei der Bearbeitung der Zusatzlinse zu schützen und das bearbeitete Fernteil oberhalb des Nahteils zu vervollständigen.

 

Die Fertigung von Bifokalgläsern

Herstellung mineralischer Bifokalgläser nach dem Internationalen Verfahren

Die Fertigung von Bifokalgläsern

Internationales Verfahren: Wie kommt das Nahteil ins Brillenglas?
Hierbei erhält das Fernteil auf der Vorderfläche eine geschliffene und polierte kreisrunde Hohlung. Diese hat den für die Addition geforderten Radius. Die Zusatzlinse wird mit der geschliffenen und polierten Fläche in die Einbuchtung des Grundglases gelegt und beide durchlaufen ca. 4 1/2 Stunden einen Schmelzofen. Die Temperaturen betragen, je nach Glasart, 670 °C bis 760 °C. Die Zusatzlinse wird teigig und verschmilzt mit dem Grundglas.

Pressverfahren

Beim Pressverfahren wird die Zusatzlinse mit hohem Druck in das stark erhitzte Grundglas gepresst

Pressverfahren
Hierbei wird ein Grundglas mit Planflächen verwendet. In diesem Fall ist die Rückfläche der Zusatzlinse maßgebend für die Addition. Das Grundglas wird über den Erweichungspunkt hinaus erhitzt und die kalte Zusatzlinse mit einem Preßstempel in das glühende Grundglas eingepresst. Der hierzu notwendige Druck entspricht einem Gewicht von ca. 6 Tonnen.


Nach dem Abkühlen sind Zusatzlinse und Grundglas fest miteinander verbunden. Das Ergänzungsteil ist nun völlig unsichtbar, da Grundglas und Ergänzungsteil zu einer homogenen Glasmasse verschmelzen.


Der überstehende Teil der Zusatzlinse wird abgefräst. Der entstandene Bifokalglasrohling wird nun auf der Vorder- und Rückfläche durch Schleifen und Polieren weiterverarbeitet und kann anschließend veredelt werden.

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2. Organisch

Das organische Bifokalglas

Gießform zur Herstellung organischer Bifokalgläser

Das organische Bifokalglas

Zur Herstellung von organischen Bifokalgläsern erhält die konkave Innenseite der Formschale eine Hohlung in der Form des Nahteils. Der Gießling hat dadurch das für organische Bifokalgläser typische vorgewölbte Nahteil und die spürbare Nahteilkante. Die dioptrische Wirkung des Nahteils wird ausschließlich durch die stärkere Flächenkrümmung erreicht, nicht durch höherbrechendes Material wie beim mineralischen Bifokalglas.

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