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Alles, was Sie über Ihre neuen ZEISS Präzisions-Brillengläser wissen sollten

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Optisches Know-How von Mikro bis Makro

ZEISS Innovationen vom Mikroskop bis hin zum individuellen Brillenglas

Seit mehr als 160 Jahren erforscht Carl Zeiss das Wechselspiel zwischen Glas und lebendigem Auge und ist Vorreiter auf fast allen Gebieten der Optik. So gingen aus der Carl Zeiss Forschung zahlreiche Erfindungen und Weltneuheiten hervor, die bis heute die Mikroskopie und Kamera-Optik stetig verbessern. So war Carl Zeiss beispielsweise 1969 bei der ersten Mondlandung dabei und unterstützt Nobelpreis-Gewinner mit Mikroskopen. Die UltraVision-Kompetenz der Augenoptik von Carl Zeiss ist auf dem Markt konkurrenzlos. Eine Kompetenz, deren Nutzen für Sie entspanntes Sehen bedeutet.

Auge und Brille bilden ein optisches System

ZEISS Innovationen vom ersten Mikroskop bis hin zum individuellen Brillenglas

ZEISS Innovationen vom ersten Mikroskop bis hin zum individuellen Brillenglas.

Das Zusammenspiel von Auge und Brillenglas ist komplex. Durch die Erkenntnisse aus der Carl Zeiss Forschung blickt Zeiss weit über das Brillenglas hinaus und ermöglicht so ein entspannteres, brillanteres Sehen durch den optimalen Dialog zwischen Auge und Brillenglas.

 

Wirklich gutes Sehen ist ein harmonischer Dialog zwischen hochentwickelten optischen Systemen und Natur.

Doch alles begann mit dem Mikroskop im Jahr 1847

Im September 1847 beginnt Carl Zeiss (eigentlich Carl Zeiß) mit der Fertigung einfacher Mikroskope, die vorwiegend für Präparierzwecke verwendet wurden, in seiner neuen Werkstatt in der Wagnergasse 32 in Jena.

Schon damals unterscheiden sich die Instrumente Zeiß'scher Machart vorteilhaft von denen anderer Hersteller. Immerhin verkauft das junge Unternehmen noch im gleichen Jahr 23 (!) derartiger Präpariermikroskope, die im Lauf der folgenden Jahre immer wieder und weiter verbessert werden.

Eine umso größere Leistung, wenn man bedenkt, dass alle Geräte nicht auf wissenschaftlicher Grundlage, sondern durch praktisches Probieren, durch „Pröbeln" entstehen. Kaum zu glauben, aber so wahr wie notwendig. Diese Arbeitsweise war äußerst zeit- und auch kostenintensiv.

Hinzu kam, dass generell die Qualität früher Mikroskope meist eher bescheiden und die Bilder leicht unscharf waren. Carl Zeiss wollte mehr und erkannte schon früh im Zeitalter der aufstrebenden Mechanisierung und der beginnenden industriellen Fertigung die Notwendigkeit, Wissenschaft und Produktion zur effektiven Herstellung leistungsfähiger Instrumente miteinander zu verbinden.

Um verbesserte Mikroskopobjektive entwickeln zu können, trat er 1866 (das 1000. Mikroskop verlässt gerade die Werkstatt von Zeiss) an den damals 26-jährigen Physiker, Mathematiker und Privatdozenten an der Universität Jena, Dr. phil. Ernst Abbe, heran.

Zwei kongeniale Köpfe ersinnen in den folgenden Jahren Unvorstellbares. Abbe erarbeitet auf der Grundlage der Wellenoptik (Beugungstherorie) die neue Therorie der Bildentstehung im Mikroskop, die 1873 publiziert wurde. Abbe berechnete mit seiner Theorie neue Mikroskopobjektive.

Endgültig auf eine wissenschaftliche Grundlage stellte Abbe die Objektivproduktion durch die Konstruktion von Messgeräten, die für eine rationelle Fertigung der Objektive mit gleichbleibendem hohem Qualitätsstandard notwendig waren.

Außerdem erkannte Abbe bereits während seiner frühen Arbeiten, dass Mikroskopobjektive nur mit Hilfe neuer Glassorten zur vollen Leistungsfähigkeit gebracht werden können. So holte er 1882 den Glaschemiker Otto Schott nach Jena. Zeiss und Abbe wurden 1884 Teilhaber des neu gegründeten Glastechnischen Laboratoriums „Schott & Genossen“. Die Grundlage jeder modernen Hochleistungsoptik ist geschaffen.

 

Viele Nobelpreisträger arbeiten mit ZEISS

Robert Koch, Nobel Price in Medicine 1905.

Robert Koch, Nobelpreis für Medizin 1905.

Koch gilt als Begründer der modernen Bakteriologie. Der Landarzt entdeckte in den 80er-Jahren des vorletzten Jahrhunderts die Tuberkel-Bazillen und Cholera-Erreger. „Verdanke ich doch einen großen Teil meiner Erfolge Ihren ausgezeichneten Mikroskopen”, schrieb Koch an Zeiss. 1904 erhielt er das 10 000. Objektiv homogener Immersion zum Geschenk.

Richard Zsigmondy, Nobel Price in Chemistry 1925.

Richard Zsigmondy, Nobelpreis für Chemie 1925.

Der Göttinger Professor führte bahnbrechende Arbeiten auf dem Gebiet der Kolloidchemie aus. Er erfand 1903 das Ultramikroskop, 1918 den Membranfilter und 1922 den Ultrafeinfilter. Die Spaltultramikroskopie (nach Siedentopf/Zsigmondy) lässt winzig kleine Teilchen sichtbar werden, deren Linearausdehnung unter der Auflösungsgrenze liegt.

Frits Zernike, Nobelpreis für Physik 1953.

Frits Zernike, Nobelpreis für Physik 1953.

Der niederländische Physiker entdeckte 1930 beim Experimentieren mit Reflektionsgittern, dass er die Phasenlage der einzelnen Lichtstrahlen beobachten konnte, und wollte diese Erkenntnis auf das Mikroskop übertragen. Zusammen mit ZEISS entwickelte er das erste Phasenkontrastmikroskop, 1936 als Prototyp hergestellt. Es ermöglichte ein Studium lebender Zellen, ohne sie durch chemische Färbung zu schädigen.

Manfred Eigen, Nobelpreis für Chemie 1967.

Manfred Eigen, Nobelpreis für Chemie 1967.

Der Biophysiker und Gründer des Max-Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie in Göttingen entwickelte ein Verfahren zum Einzelmolekül-Nachweis. Im Zusammenwirken mit seinem schwedischen Kollegen Rudolf Riegler sowie den Firmen EVOTEC und Carl Zeiss gelang 1995 die Herstellung des ersten kommerziell verfügbaren Fluoreszenz-Korrelations-Spektrometers ConfoCor.

Neher, Nobel Price in Medicine 1991.

Erwin Neher, Nobelpreis für Medizin 1991.

Zusammen mit Professor Sakmann entdeckte er am Max-Planck-Institut in Göttingen die grundlegenden Mechanismen der Kommunikation zwischen Zellen. Dabei wurden elektrophysiologische Untersuchungen an Ionenkanälen mit der Patch-Clamp Technik durchgeführt.

Bert Sakmann, Nobel Price in Medicine 1991.

Bert Sakmann, Nobelpreis für Medizin 1991.

Für die visuelle Kontrolle bei diesen Versuchen benötigten die beiden Wissenschaftler Bilder mit ausgezeichnetem Kontrast und hoher optischer Auflösung. Es wurden speziell für diese Anwendungen konstruierte aufrechte Mikroskope eingesetzt - ausschließlich von Carl Zeiss.

Und an der Zukunft wird geschrieben

Die Grenzen brechen auf, die Grenzen verschwinden. Neue Dimensionen eröffnen sich, die noch vor Jahren als Science-Fiction gegolten hätten. Und die technologischen Möglichkeiten ultramoderner Mikroskopie sind noch längst nicht ausgeschöpft. Telemikroskopie rund um den Erdball. Lichtschnelle digitale Kommunikation. Räumliche Bildserien, hochaufgelöst, kontrastreich, zeitecht...

Carl Zeiss kann einen echten Van Gogh von einem falschen unterscheiden

Anders als zu seinen Lebzeiten erzielen Vincent van Goghs Werke heute im Kunsthandel Spitzenpreise. Nach Aufenthalten in Antwerpen und Paris schuf der eigenwillige Künstler in dem kleinen Provinzstädtchen Arles in nur 16 Monaten allein 187 Gemälde. Für diese Schaffensperiode stehen die charakteristischen blauen und gelben Farben Südfrankreichs in seinen damaligen Bildern. Doch sind die van Gogh zugeschriebenen Werke wirklich alle von ihm selbst gemalt?

Ein Forschungsprojekt soll dies aufklären. Mitarbeiter von Carl Zeiss untersuchen in Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer Van Gogh Museum und dem Unternehmen Shell die Echtheit der fraglichen Werke.

Mikrostrukturen, Pigmente und Grundierungen geben Aufschluss über den Urheber der Bilder. Mit einem Transmissionselektronenmikroskop (TEM) von Carl Zeiss analysieren die Forscher hauchdünne Lamellen aus abgelösten Farbpartikeln. Das Ergebnis kann vermeintliche van Goghs im Nu wertlos machen.

Wie das funktioniert? Ein Ionenstrahl schneidet mikroskopisch kleine Lamellen als Querschnitte aus dem Material heraus. Jetzt kommt das TEM zum Einsatz und untersucht die präparierten Lamellen mit Hilfe eines speziellen Analyseverfahrens. Dieses erlaubt die exakte Bestimmung der Materialzusammensetzung einer Probe.

Was die Forscher herausfanden? Van Gogh benutzte bevorzugt Bleiweiß, mit Pergamentweiß versetzt: So erkennt man auch 120 Jahre später noch individuelle Materialvorlieben und Maltechniken eines Künstlers.

 

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