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Augenallergien – und was jetzt schnell hilft

Wirksame Therapien, effektiver Schutz

Sommerzeit – Heuschnupfenzeit! Kaum klettern die Temperaturen auf dem Thermometer ein bisschen weiter nach oben, leiden viele Menschen unter den gleichen lästigen Beschwerden: gerötete, brennende, beißende, juckende, tränende oder sogar geschwollene Augen. Gerade für Brillen- oder Kontaktlinsenträger sind diese äußerst unangenehm. Die häufigste Ursache hierfür: eine Allergie, etwa gegen Pollen. Eine solche allergische Reaktion kann zwar viele Organe treffen, zeigt sich jedoch am häufigsten an unseren Augen. BESSER SEHEN über Ursachen, Symptome und Behandlung von Augenallergien – und was akute Beschwerden jetzt wirksam lindert.

Was passiert überhaupt bei einer allergischen Reaktion?

Augenallergien – und was jetzt schnell hilft

Kommt unser Körper mit Stoffen in Kontakt, die ihm fremd sind oder vermeintlich gefährlich werden können, setzt er einen Abwehrprozess in Gang. Solche Stoffe können zum Beispiel Allergene sein. Dabei handelt es sich in erster Linie um winzig kleine, natürlich vorkommende Eiweißkörper (Proteine), die für den Organismus an und für sich keine Bedrohung darstellen.

Bei Allergikern werden aber über die Vermittlung verschiedener Zellen spezielle Abwehrstoffe (sogenannte Antikörper) gebildet, in deren Folge in der Haut sowie in den Schleimhäuten verschiedene Gewebshormone freigesetzt werden. Unter diesen Hormonen ist das Histamin im Hinblick auf die allergischen Symptome am wichtigsten: Es zeichnet für viele allergische Reaktionen des Körpers verantwortlich, so etwa für Juckreiz, Verengung der Luftwege oder Erhöhung der Durchlässigkeit von Blutgefäßen.

Beim ersten Kontakt mit dem Allergen wird also das Immunsystem aktiviert. Bei jedem weiteren Allergenkontakt wiederholt sich dieser Prozess. Das bedeutet: Hat das Immunsystem einmal allergisch reagiert, behält es die Erinnerung daran. Somit kommt es bei erneutem Kontakt mit dem betreffenden Stoff sehr schnell – meist innerhalb von Minuten bis hin zu einer Stunde – zur allergischen Reaktion.

Besonders an den Schleimhäuten von Augen kommt es zu unangenehmen Auswirkungen: Die Schleim- und Bindehäute reagieren umgehend auf den fremden Stoff, Blutgefäße weiten sich, Flüssigkeit tritt aus. Dies nehmen wir als Tränen, Schnupfen, Schwellung oder Rötung wahr. Nach und nach schwemmt der Tränenfluss die Allergene dann aus den Augen, wodurch die Symptome langsam wieder abnehmen.

Hilfe mit nur einem Handgriff – auch die richtige Brille schützt

Eine Brille bietet während der Heuschnupfenzeit zusätzlichen Schutz für unsere strapazierten Augen – ob Sonnenbrille oder Alltags-Sehhilfe. Ideal gerade für Allergiker sind Brillenmodelle mit leicht gebogenen Brillengläsern und breiten Bügeln, die nah am Gesicht sitzen. Hierdurch werden die empfindlichen Augen wirksam vor Helligkeit, Zugluft und teilweise auch herumschwirrenden Pollen geschützt. Mehr Informationen…

Wodurch wird eine Augenallergie eigentlich ausgelöst?

Jahreszeitbedingt treten die meisten Beschwerden zwar durch den Pollenflug auf. Allerdings gibt es noch viele andere Auslöser, die unserer Bindehaut zu schaffen machen können: etwa Tierhaare und -schuppen, Hausstaubmilben, Sporen von Schimmelpilzen, Insektengifte oder bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten, z.B. eine Glutamat-Intoleranz. Das A und O für Betroffene ist es daher, den genauen Auslöser der Allergie herauszufinden. Hierfür gibt es verschiedene Tests, die schnell und einfach beim Hautarzt oder Allergologen durchgeführt werden können. Zum einen etwa der sogenannte Prick-Test, der insbesondere bei Verdacht auf eine Pollenallergie Verwendung findet: Hierbei werden dem Betroffenen bestimmte Stoffe (z.B. eine Pollenart) in Tropfenform auf die Haut aufgetragen und ganz leicht eingeritzt. Keine Sorge – es bleiben keinerlei Narben zurück. Nach ungefähr 20 Minuten kann der Arzt anhand der Reaktion der Haut ablesen, ob und welche Allergie vorliegt, und eine entsprechende Allergie-Therapie entwickeln.

Häufig angewandt wird auch der Pflaster-Test, insbesondere bei Kontaktallergien: Dabei werden mehrere Pflaster auf dem Rücken angebracht. Diese enthalten in kleinen Kammern genau jene Stoffe, die als potenzielle „Übeltäter“, sprich Auslöser der Allergie, in Frage kommen. Die Pflaster bleiben üblicherweise für einen Zeitraum von 24 bis 48 Stunden auf dem Rücken und zeigen dem Arzt danach auf einen Blick, auf welche Stoffe die Haut allergisch reagiert hat.

Kann man eine Augenallergie behandeln?

Ja: entweder über eine Langzeittherapie (Desensibilisierung), eine die Allergiesymptomatik begleitende Therapie (mit den Stabilisatoren der Mastzellen bzw. Akuttherapie) oder über wirksame Sofortmaßnahmen (sogenannte H1-Blocker)! Ist der Auslöser der Augenallergie bekannt, hilft in über 70 Prozent aller Fälle eine sogenannte spezifische Immuntherapie, auch bekannt als Hypo- oder Desensibilisierung. Hierbei bekommt der Betroffene die Substanz, gegen die er allergisch ist, in stark verdünnter Form wiederholt über einen Zeitraum von sechs Monaten bis drei Jahren verabreicht. So gewöhnt sich der Körper nach und nach daran, das Allergen zu „akzeptieren“, ohne Abwehrreaktionen zu zeigen.

Wer auf diese Form der Therapie nicht anspringt, für den können im Falle von Heuschnupfen spezielle Antiallergika mit einem bestimmten Wirkstoff in Form von Augentropfen oder Nasenspray eine wirksame Alternative sein. Der Wirkstoff stabilisiert die sogenannten Mastzellen, so dass die darin enthaltenen Botenstoffe (Histamin) nicht freigesetzt werden. Die allergische Reaktion bleibt dann aus oder findet nur stark reduziert statt. Voraussetzung dafür ist, dass die entsprechenden Medikamente regelmäßig und rechtzeitig eingenommen werden. Gegen akute augenallergische Beschwerden können sie allerdings nichts ausrichten – sie beugen vielmehr vor. Sie werden zwei bis drei Wochen vor Beginn der Pollenflugsaison mehrmals täglich angewandt. Medikamente mit diesen Wirkstoffen sind in der Regel rezeptfrei erhältlich.

Geht es hingegen um die Behandlung von akuten und heftigen Symptomen, zum Beispiel bei starkem Augenjuckreiz, gibt es sogenannte hochselektive H1-Blocker. Diese Medikamente verändern die Durchlässigkeit der Bindehautgefäße für entzündungshemmende Substanzen, blockieren die Histaminrezeptoren und verhindern damit die entzündliche Histaminreaktion. Augentropfen mit diesem Inhaltsstoff sind allerdings verschreibungspflichtig.

Was nutzt Kontaktlinsenträgern?

Zunächst: Träger weicher Kontaktlinsen sind bei Heuschnupfen leider ein wenig im Nachteil. Zur Linderung der Symptome bei Heuschnupfen eignen sich antiallergische Augentropfen zwar hervorragend, aber: Diese Augentropfen vertragen sich in der Regel nicht gut mit weichen Kontaktlinsen, da diese im Vergleich zu harten Kontaktlinsen größere Poren aufweisen. Darin lagern sich die Augentropfen mitunter ein und lösen dann Teile des Kontaktlinsenmaterials heraus, wodurch Bindehaut und Hornhaut zusätzlich gereizt werden können. Eine gute Alternative für Träger von weichen Kontaktlinsen bei Heuschnupfen sind daher Sonnenbrillen mit gebogener Brillenfassung oder Tageslinsen. Diese werden stets frisch aus der Verpackung genommen, wodurch Ablagerungen durch Pollen ausgeschlossen sind.

Praktische Tipps für den Alltag

Mit folgenden Tipps lässt sich die Pollenbelastung wirksam und ohne viel Aufwand auf ein Minimum reduzieren:

  • Ein einfacher, aber wirksamer Tipp: regelmäßig die Brille putzen! Etwa mit speziellen Reinigungstüchern von ZEISS ohne künstliche Duftstoffe oder aggressive Glasreiniger-Substanzen.
  • Mehrere nasse Handtücher in der Wohnung aufhängen, herumfliegende Pollen verfangen sich darin.
  • Die Fenster stets geschlossen halten und nur zu bestimmten Zeiten lüften: in ländlichen Gebieten schwirren die wenigsten Pollen abends ca. zwischen 19 und 0 Uhr, in der Stadt hingegen morgens von 6 bis 8 Uhr.
  • Teppiche und Teppichboden regelmäßig mit dem Staubsauger reinigen oder gegen Laminat oder Parkett tauschen.
  • Mehrmals täglich das Gesicht waschen und die Augen ausspülen, vor dem Zubettgehen Haare waschen, bei geschlossenem Fenster schlafen.
  • Straßenkleidung nicht im Schlaf-, sondern besser im Badezimmer ausziehen. Die dort z.B. durch das Duschen auftretende Luftfeuchtigkeit verhindert, dass die der Kleidung anhaftenden Pollen umherfliegen.
  • Beim Autofahren gilt: Fenster geschlossen halten, Lüftungsanlage mit einem Pollenfilter versehen.

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