Rotorblätter für Hubschrauber effektiv messen

AgustaWestland verkürzt Messzeit auf die Hälfte

Beobachtung des Verkehrs, Bergrettung, Personenbeförderung, Militäreinsätze an Land und auf See: Hubschrauber sind "Arbeitstiere". Ihre Leistungsfähigkeit erhalten sie vor allem durch die Kraft ihres Rotors.

Situation

Ein Hubschrauberrotor muss eine Tonnenlast in der Luft halten. Dazu tragen elastische Verbundwerkstoffe und eine optimale Aerodynamik der Rotorblätter wesentlich bei. Aber moderne Rotorblätter senken auch den Lärm und helfen, Sprit zu sparen. Ihre Profile und Oberflächen sind klassische Beispiele der Kurven- und Freiformflächenmessung. Die Einhaltung der Geometrie-Toleranzen stellt sicher, dass die Rotorblätter bei unterschiedlichen Drehzahlen und Lastsituationen stets den optimalen Auftrieb erzeugen.

Herausforderung

Mehr als 20 Jahre lang hat AgustaWestland in der Fertigung im italienischen Anagni Rotorblätter für Hubschrauber mit einem ZEISS Horizontalarm-Messgerät SMM-MT gemessen. Im Jahr 2008 bestellte AgustaWestland ein Horizontalarm-Messgerät PRO T von Carl Zeiss mit einem Scanning-Messkopf VAST XXT TL2 am rastenden Dreh-Schwenk-Gelenk RDS mit CAA (Computer Aided Accuracy) sowie die CAD-basierte Messsoftware CALYPSO mit der Option Curve. Diese Gesamtlösung soll die SMM-MT ersetzen.

Revolution

Die Installation des neuen Messgerätes bedeutete eine wahre "Revolution" für das Unternehmen: Wurde das Rotorblatt bisher auf der Luftanströmkante positioniert, so gestattete der neue Messprozess mit der PRO die Positionierung des Rotorblattes auf seiner Unterseite. Obwohl damit eine Messmethode aufgegeben werden musste, derer man sich mehr als 20 Jahre bedient hatte, brachte der Wechsel entscheidende Vorteile mit sich. Dank eines speziellen Aufspannsystems lassen sich nun gleichzeitig zwei Rotorblätter übereinander positionieren und in einem Messablauf messen. Durch die neue Positionierung ist auch die Messung des gesamten aerodynamischen Profils mit Unterseite, Luftanströmkante und Oberseite des Rotorblattes einfacher möglich. Darüber hinaus erfolgt der Wechsel zum Scanning-Messkopf VAST XXT TL2 an RDS. Durch die Möglichkeiten des Dreh-Schwenk-Gelenks lässt sich der Messkopf beliebig positionieren, und man benötigt deshalb auch nur einen einzigen kurzen Taster anstelle eines T-förmigen Tastersystems mit einer langen Verlängerung in der Z-Achse.

Auch die Software CALYPSO wirkt sich auf verschiedene Weisen positiv für AgustaWestland aus: Sie erleichtert die Handhabung der Messdatenreports sehr, bietet die Möglichkeit, CAD-Daten zu importieren und erlaubt die Einbindung ins Firmennetzwerk. Überdies wird der Messtechniker in die Lage versetzt, mit Hilfe von Autorun – CALYPSO und die Option Curve – gleichzeitig von einer Oberfläche aus zu starten.

Effektiv

Ingesamt beträgt die benötigte Zeit für einen Messzyklus nun nur noch die Hälfte der früher benötigten Zeit. Mit dieser Lösung stellt AgustaWestland auch in Zukunft sicher, dass ihre Rotorblätter den höchsten Qualitätsansprüchen genügen, denn an Ihnen hängt – im wahrsten Sinne des Wortes – eine ganze Menge dran.

Kurzprofil

Agusta Westland, britisch-italienisches Helikopterunternehmen im Besitz des italienischen Konzerns Finmaccanica, ist Komplettanbieter im Bereich Hubtechnik. Drehflügler-Systeme, Fähigkeiten auf dem Gebiet der Entwicklung, Produktion und Integration von Systemen, Erfahrung auf dem Gebiet der Ausbildung, kundenorientierte Lösungen für integrierten operativen Support. Mit all dem bietet das Unternehmen militärischen und zivilen Nutzern in aller Welt erstklassige Hilfestellung bei ihren Einsätzen.

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